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Züchterbetreuung


Anwendungsplan - Vorbereitung
Zucht und Aufzucht


4 Wochen vor der Anpaarung Überprüfung durch Untersuchung auf Paratyphus. Eventuell Kuren durchführen.

Immer übers Futter und nur eine Mahlzeit pro Tag

14 Tage vor der Anpaarung 2 x pro Woche:

Montag: Zell-Oxygen und Optimix
Dienstag: 4-Olien mit BMT
Mittwoch: Provit-Forte
Donnerstag: Zell-Oxygen und Optimix
Freitag: 4-Olien mit BMT
Samstag: Provit-Forte
Sonntag: Obstessig (auch übers Futter)

Zuchtfutter mit Kleinsämereien und 20% Hanf geben bis zur Eiablage: Beim zweiten Ei Trichomonadenkur, aber nur wenn erforderlich.

Ab dem 1. Tag des Brütens werden die Produkte nur noch wie folgt gegeben:

1 x pro Woche 4-Olien mit BMT (montags)
1 x pro Woche Zell-Oxygen mit Optimix (mittwochs)
1 x pro Woche Provit-Forte (freitags)

8 Tage vor dem Absetzen der Jungen: 4-Olien mit Prodigest oder Zell-Oxygen mit Prodigest, das 2 x pro Woche. Dafür entfällt dann Zell-Oxygen mit optimix und 4-Olien mit BMT.
Wenn die Jungen abgesetzt sind: 2 x pro Woche Prodigest, ablöschen abwechselnd mit Zell-Oxygen oder 4-Olien

Ob man beim Absetzen der Jungen eine Trichomonadenkur macht oder nicht, sollte der Züchter selbst entscheiden, ob es ihm erforderlich erscheint. Wenn man Probleme hat mit Trichomonadenbefall, wird eine Kur empfohlen oder man sollte eine Spartrix-Tablette verabreichen.

Darauf zu achten ist unbedingt, dass die Jungen immer Appetit haben. Sollte dieses mal nicht der Fall sein, einen ganzen Tag kein Futter geben. Sollte am darauffolgenden Tag noch kein Appetit vorhanden sein, ist der Tierarzt aufzusuchen.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!





Alttauben
Fütterungs-Wochenplan


Futter


Wasser


Sonntag / Heimkehr

Hirnmischung Nr. 1
Die Hälfte der gesamten Futtermenge des Tages mit Apfelessig (1 Kg = 1 EL) anreichern.
Dieses gibt man nach dem Entfernen der Witwer-Weibchen.
Rest Futtermenge abends stets ohne Apfelessig.

Ab Heimkehr der Witwer bis zum Entfernen der Weibchen Quick-Fit oder Electro-Forte
Abends nach restl. Fütterung Thee oder Bronchofit


Montag


über das Futter

morgens:
Hirnmischung Nr. 2

abends:
Hirnmischung Nr. 2 mit Zell-Oxygen - Optimix - Viktus-Duif

Thee oder Bronchofit und Bio-Duif


Dienstag

morgens:
Hirnmischung Nr. 2

abends:
Hirnmischung Nr. 2 mit 4-Olien - B.M.T.

Vita-Duif


Mittwoch

morgens:
Hirnmischung Nr. 3

abends:
Hirnmischung Nr. 3 mit Zell-Oxygen - Optimix - Viktus-Duif

Bio-Duif


Donnerstag

morgens:
Hirnmischung Nr. 3

abends:
Hirnmischung Nr. 3 mit Race-Tonic - Optimix

Aminovit und Vita-Duif


Freitag

morgens:
Hirnmischung Nr. 3

abends:
Hirnmischung Nr. 3

Aminovit und Vita-Duif


Samstag

morgens:
Hirnmischung Nr. 3 im Trog stehen lassen bis zum Einsetzen

morgens Vita-Duif, dann klares Wasser





Jungtauben
Fütterungs-Wochenplan


Futter


Wasser


Sonntag / Heimkehr

Heimkehr:
Diät-Mischung

abends:
die Hälfte der gesamten Futtermenge mit Apfelessig (1 kg = 1 EL, mit etwas Wasser verdünnen, sodass jedes Korn feucht ist) anreichern. Antrocknen lassen.

Heimkehr:
klares Wasser

abends:
Quick-Fit oder Electro-Forte


Montag

morgens:
Jungtauben-Futter ohne Mais mit Thee oder Bronchofit

abends:
Diät-Futter angefeuchtet mit Enteri Duif

klares Wasser


Dienstag

morgens:
Jungtauben-Futter ohne Mais mit 4 Olien, Prodigest + B.M.T.

abends:
Diät-Futter

klares Wasser


Mittwoch

morgens:
Jungtauben-Futter ohne Mais mit Zell-Oxygen u. Optimix

abends:
Diät-Futter angefeuchtet mit Bio Duif

klares Wasser


Donnerstag

morgens:
Jungtauben-Futter ohne Mais, angefeuchtet mit Vita Duif

abends:
Diät-Futter

klares Wasser


Freitag

morgens:
Jungtauben-Futter ohne Mais, angefeuchtet mit Aminovit

abends:
Diät-Futter

klares Wasser


Samstag

morgens:
Diät-Futter angereichert mit 50% Kleinsämereien u. Hanf, angefeuchtet mit Vita Duif. Trog mit Futter morgens spätestens 07:00 Uhr vom Schlag entfernen.

klares Wasser


Wichtig bei diesem Fütterungsplan ist, dass die Jungtaube immer klares Wasser zur Verfügung hat und sich immer satt trinkt. Insofern ist die Verabreichung der Herbots-Produkte übers Futter sehr vorteilhaft und zu empfehlen.

Die Fütterungsmenge sollte immer so vorgenommen werden, dass die Taube satt ist, aber trotzdem bei der nächsten Mahlzeit wieder Appetit hat.

Bei schweren Flügen wird am Wochenende Mais zugefüttert.




Anregung zur Umlegung des Korbgeldes

Preistauben bezahlen das Korbgeld: Wie?

Vor der Reise bezahlt jeder aktiv reisende Züchter eine Pauschale in Höhe von 0,20 € (je Taube) je nach Anzahl der gesetzten Tauben des Vorjahres.

Beispiel:
Bei 333 gesetzten Tauben pro Jahr sind dies 66,60 €, mindestens aber eine Pauschale von 25,- €.

Außerdem kostet jede Preistaube 1,- €.

Spielt ein Züchter bei 333 gesetzten Tauben über die gesamte Saison 33,3 % Preis, dann ergibt das 111 Preise x 1,- € = 111,- € zuzüglich der Pauschale von 66,60 € ergibt das einen Betrag für eine Saison von 177,60 €.

Nach der herkömmlichen Rechnung würde das Korbgeld bei 333 Tauben à 53,3 Cent auch 177,60 € betragen.

Das setzt die Möglichkeit voraus, dass in der Reisesaison mehr Tauben gesetzt werden und Neuanfängern und Jugendlichen nicht gleich das Interesse am Taubensport genommen wird. Was nützt es, wenn man viele Tauben (d.h. seine ganzen Witwer) setzt und an Preisen am Sonntag dann fast leer ausgeht. Dann ist man auf jeden Fall sehr viel Geld los, was bei der neuen Regelung nicht passieren kann.

Die Taube hat eine längere „Überlebensdauer“ und wird nicht gleich in der Mitte bzw. fast zu Anfang der Saison wegen zu geringer Preisausbeute liquidiert. So kann die Taube ab 300 oder 400 km manchmal erst ihre Qualität aufgrund der größeren Chance unter Beweis stellen. Jeder Züchter weiß, dass manche Tauben für Überraschungen gut sind und durch Erfahrungen auf den Flügen vielleicht sogar Spitzenpreise – möglich ist auch ein 1. Konkurs – sowie Medaillenchancen oder eventuell zur Weitstreckenmeisterschaft zählen.

Beispiel:
Setzt ein Züchter 25 Tauben und macht nur 3 Preise, dann bezahlt er auch nur 3,- € Korbgeld und hat trotz allem die Freude, sonntags die Tauben kommen zu sehen, ohne dass es ihm Geld kostet.

Die Züchter, die eine Reiseleistung von über 33 % bzw. 50 % und mehr erzielen, zahlen sicherlich auch wohl gerne mehr Korbgeld. Das Resultat ist ja auch dann ja wohl eine der vorderen Plätze in der Meisterschaft.

Warum soll der Verlierer auch noch die Kosten anderer tragen?

Diese Regelung trifft nur für die Preisflüge zu. Bei den Vorflügen kann es bei der bisherigen Verfahrensweise bleiben.

Ich bin der Meinung, dass wir dadurch eine höhere Taubenzahl erreichen und eventuell dem Züchter-Rückgang Einhalt gebieten und manchen „bei der Stange“ halten.

Sicherlich ist das Vorbeschriebene noch nicht ausgereift, aber dennoch überlegenswert.

Ferner bin ich der Meinung, dass man eine separate Meisterschaft auf den letzten 7 Flügen ausfliegen sollte und kann.

Detail-Verbesserungsvorschläge werden jederzeit von mir gerne entgegengenommen, auch soll berechtigte Kritik geübt werden. Nur durch Kritik kann man die Sache verbessern.

Berend Ruwen

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